Webereigeschichte

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Das Verkreuzen von flexiblen Fäden - also das Weben - gehört zu den wichtigen und einflussreichen Erfindungen in der Entwicklung unserer Kultur. Die Frage nach dem Beginn der Weberei ist nicht zu beantworten, da die Erforschung durch die Vergänglichkeit des Materials sehr erschwert ist. Immerhin weiß man heute, zu welchem Zeitpunkt spätestens gewebt wurde, mit welchem Material und wie das Webgerät je nach Entwicklungsphase aussah.

Aus dem Ineinanderflechten von Zweigen und Ästen entwickelte sich zunächst die Korbflechterei. Vom Flechten eines Korbes bis zum Verweben einer flexiblen Materie war ein großer Schritt. Es gehörte dazu Fasermaterial, das nicht ohne Aufbereitungsprozess von der Natur geliefert wird, also mußten diese Fasern zu einem endlosen Faden gesponnen und zum Schluss verwebt werden. Mit der Lösung dieses Problems setzte die Webkultur ein. Das Bedürfnis nach Stoffen kam vermutlich, als die Menschen aufhörten, von der Jagd zu leben und begannen, Getreide anzubauen.

 

Es gibt mehrere Urformen von Webgeräten auf der Welt. Für unseren Kulturkreis konnte das Vorhandensein des Gewichtswebstuhles nachgewiesen werden. Es handelte sich dabei um ein fast senkrecht stehendes Gerüst, bei dem die Spannfäden von einem Querbalken am Kopfende der Standpfosten herunter hingen und unten mit Gewichten beschwert und straff gehalten wurden. Es wurde im Stehen gewebt, dies ermöglichte auch die Herstellung von breiten Stoffen. Man webte angepaßte Einzelstücke, die mit wenig Näharbeit zu Kleidung oder Heimtextilien wurden.

 

 

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